Bellwald Architekten AG
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Umbau Bauernhaus in Bisikon

Umbau Wohnhaus, Einbau von Atelierräumen in Ökonomieteil.

Das Bauernhaus mit Baujahr 1812 wurde im Lauf der Zeit verschiedentlich umgebaut. Die Grundstrukturen sind weitgehend erhalten, der gesamt Hof bildet eine schöne intakte Einheit. Der Wohnteil wird mit Rücksicht auf das konstruktive Gefüge umgebaut, in den Ökonomieteil werden neue Raumeinheiten eingebaut.

Projektstand: Ausgeführt

Auftraggeber: Privat

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Erdgeschoss

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Obergeschoss

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Dachgeschoss

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Auf der Basis einer sorgfältigen Analyse wurde ein Sanierungskonzept ausgearbeitet. Das
Projekt sieht Renovations- und Umbauarbeiten im Erd- und Obergeschoss des Wohnteils
vor. Ziel war es, das Wohnhaus auf die historischen Strukturen rückzubauen, die Einbauten der neueren Zeit zu entfernen und mit innovativen Massnahmen den heutigen Wohnbedürfnissen Rechnung zu tragen. Die historischen Bauteile und die neuen Elementen werden bewusst miteinander verwoben. Der Ökonomieteil wird umgenutzt. Der Heuboden der Scheune dient neu als „Lager“ für die Wohnräume.

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Das bäuerliche Mehrzweckhaus wurde 1812 im Weiler Bisikon erbaut. Das Gehöft ist im Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung aufgeführt. Im Rahmen des Ortsbildes von Bisikon kommt dem Bauernhaus eine besondere Bedeutung zu, weil es als äusserstes Element einer Ortserweiterung aus dem 19. Jahrhundert das Ortsbild nach Süden mit einem exemplarisch erhaltenen Übergang zum freien Feld abschliesst. Als Einzelobjekt liegt seine Bedeutung in seiner ebenso typischen wie besonderern Stellung und der stattlichen Ausbildung als langgestrecktes
Mehrzweckgebäude mit Wohnhaus, Tenn und Stall unter einem First im typischen Habitus des mittleren 19. Jahrhunderts. 1849, 1946 und in den Siebzigerjahre sind vor allem im Wohnhausteil Veränderungen vorgenommen worden. Das Umbauprojekt und der Unterschutzstellungsvertrag wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ausgearbeitet.

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In den Scheunenbereich werden Raummodule für Atelierräume in Form von Kuben gestellt. Diese aufeinandergestellten Raumboxen bilden ein zweigeschossiges Gebilde und
werden mit einer neuen Treppe verbunden. Sonnenlicht wird mittels Fassadenschlitze und gestreuten Glasziegel in der Dachfläche in die Scheune geholt. Die historische Differenzierung in Wohnteil, Tenn und Scheune bleibt vollends erhalten.

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