Bellwald Architekten AG
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Schulanlage Oberwinterthur

Verfahren

1.Stufe
Mit einem anonymen, offenen Wettbewerb werden städtebauliche, entwicklungsfähige Situationslösungen bzw. Konzeptideen über das Gesamtareal von den Teilnehmenden erwartet.

2. Stufe
Mit dem anschliessenden nicht anonymen, eingeladenen Studienauftrag sollen die 5 überzeugendsten Beiträge aus der ersten Stufe zu Projekten über die Schulhausanlage inkl. Holzschnitzelheizzentrale (ohne Vertiefung der Wohnüberbauung) weiterentwickelt werden

Projektstand: Wettbewerb

Auftraggeber: Stadt Winterthur

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Aufgabenstellung

Auf dem städtischen Grundstück in Zinzikon von total 19’085m² soll eine Schulhausanlage, eine Holzschnitzelheizzentrale und eine Wohnüberbauung projektiert
werden.

Folgende Vorgaben sind Bestandteil der Aufgabenstellung:

  • Schulanlage für 12 Klassen mit den notwendigen Nebenräumen wie Handarbeit, Werken, Integrierte Förderung (IF), Gruppenräume, Lehrkraftbreich usw.
  • Eine Doppelturnhalle, auch als Mehrzweckhalle nutzbar mit den notwendigen Nebenräumen
  • Kinderhort
  • Aussenanlage gemäss kantonalen Richtlinien
  • Erweiterungsmöglichkeit um vier zusätzliche Klassenzimmer mit zwei Gruppenräumen und je einem Werk- und Materialraum
  • MINERGIE-ECO®-Standard
  • Holzschnitzelheizzentrale
  • Wohnüberbauung, konzeptionell, volumetrisch

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Konzeptidee

Städtebau

Die Schulhausanlage liegt im Süden des Perimeters und gliedert sich in ein zweigeschossiges Schulhaus und ein eingeschossiges Turn- und Mehrzweckgebäude. Die Volumen verlaufen parallel zur Strasse, nehmen das Thema der Grossbauten im Quartier auf und erzeugen durch ihre Situierung sich öffnende und durchfliessende Raumstrukturen.
Die viergeschossige Wohnüberbauung setzt das Muster der fächerförmigen Bebauungsstruktur fort.

Der Pausenplatz bildet das Zentrum der Anlage und kann von drei verschiedenen Richtungen erreicht werden. Von hier aus werden die Schul- und Turnhallengebäude über gedeckte Bereiche erschlossen.

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Raumstruktur, Statik und Etappierung

Das Schulhaus baut auf einer modularen Struktur auf. Ein Modul besteht aus vier Klassenzimmern, zwei Gruppenräume und einem Korridor, der sich im Zentrum aufweitet. Die einzelnen Module können aufeinander oder mittels Haupterschliessungselement aneinander gereiht werden.
Das Statikkonzept basiert auf einzelnen tragenden Wandscheiben und Stützen, was eine grosse Nutzungsflexibilität erlaubt.

Die Erweiterung der Schul- und Gruppenräume erfolgt im Kopfbau. Dieser wird um ein Geschoss (= ein Modul) aufgestockt. Der zusätzlich geforderte Werk- und Materialraum ist bereits in der 1. Etappe im Handarbeit- und Werkbereich ausgeschieden worden.

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