Bellwald Architekten AG
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Obertor Testplanung

Der vorgegebene Perimeter umfasst ein sehr abwechslunsgsreiches, vielen ein unbekanntes Gebiet inmitten der Altstadt von Winterthur. Im Herzen der neuesten Grossstadt der Schweiz schlummert ein städtebauliches „Filetstück“ und stellt eine kostbare sowie einmalige Landreserve dar. Aufgrund freiwerdender städtischer Aussenflächen und Liegenschaften ergeben sich verschiedene Spielräume von höchst unterschiedlichen Qualitäten. Im Spannungsfeld zwischen historischer Bausubstanz, Brachflächen und Bausünden aus den vergangenen 40 Jahren ergeben sich unzählige Möglichkeiten, wie ein derartiges Umfeld gelesen werden kann.
Unser Ansatz verfolgt eine behutsame Quartierserneuerung im Sinne der sich weiterentwickelnden Stadt. Ganz bewusst haben wir uns gegen Leuchttürme oder den kurzfristigen grossen Wurf entschieden, sondern schlagen einen alternativen Weg mit kleinen Schritten und Interventionen vor. Die Kleinmassstäblichkeit der ursprünglichen Bebauung gibt den Rahmen vor für eine zukünftige Nutzung. Über die Auseinandersetzung mit dem Bestehenden suchen wir den Reiz in der Umnutzung der bestehenden Struktur. Die verschiedenen Layer der Geschichte sollen ablesbar bleiben und die Zukünftigen sollen ihren Teil dazu beitragen. Wir sehen im Obertor zukünftig ein Zentrum für die temporäre Kreativwirtschaft mit einem Schwerpunkt im Wohnen.

Projektstand: Beendet

Auftraggeber: Stadt Winterthur, Stadtplanung

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Neustadthof - Eine Oase inmitten der Stadt
Der neu gestaltete Hof soll als Freifläche beibehalten werden. Als Gegenpol zum belebten Adlerhof, wird der Neustadthof als Spielfläche des Flanierens und Verweilen fürs Quartier verstanden. Er soll als Treffpunkt, als neuer Wohlfühl- und Aufenthaltsraum mit diversen Infrastrukturen oder einfach als angenehme Verbindung vom Obertor zum Graben genutzt werden. Das Wasserspiel bildet das Zentrum des Platzes. Dieses wird gespiesen durch einen kleinen Wasserkanal, der den historischen Verlauf des Rettenbachs aufnimmt und die jahrhundertealte Tradition des Wassers in der Neustadt wiederbelebt. So werden die Besucher, welche den eher versteckten Neustadthof nicht kennen, bereits am gut besuchten Graben darauf aufmerksam gemacht. Durch die Wasserführung sollen neue Passanten angezogen und durch ein bisher eher unbekanntes Quartier geführt werden.

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Wohnen
Die bestehenden Wohnungen bleiben bestehen. Längerfristig sollen die Büroflächen der Stadtverwaltung in der Stadthausstrasse 19 und 21 in Wohnungen umgebaut werden. Durch die verkehrsberuhigenden Massnahmen an der Stadthausstrasse und die sehr zentrale Lage, bieten diese Adresse höchst attraktiven Wohnraum. Das Quartier wird durch die hohe Anzahl an Beteiligten ins Bewusstsein einer jüngeren Generation geholt. Die Aufenthaltsqualitäten werden so entdeckt und genutzt.

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Eine Zusammenarbeit mit:

Metron Raumentwicklung AG, Jürg Frei Bildhauer, Winterthur und Sutter Immobilienberatung/Bautreuhand